Was stellt das Leben mit uns an?

Manche meinen, dass alles was oder wer wir sind, sich daraus ergibt wie unser Leben verläuft und was wir daraus machen.

Ich denke, dass diese Annahme seine Berechtigung hat. Immerhin besitzt der Mensch seine Entscheidungsfreiheit und kann daher selber sein Leben zu einem gewissen Grad drehen und wenden. Natürlich prägen uns ebenfalls Entscheidungen anderer Leute, wie zum Beispiel jene unserer Eltern, im Endeffekt müssen dennoch wir selbst entscheiden, wie wir mit dessen Entscheidungen beziehungsweise Willen umgehen.

Ein Beispiel: Ein Alkoholiker hatte zwei Söhne.

Die Zwillinge mussten gleichermaßen unter dessen Problemen, Wutausbrüchen und Gewaltausübungen leiden. Die beiden eineiigen Brüder gingen jedoch aufgrund ihrer Entscheidungsfreiheit und deren Einstellung unterschiedlich damit um. Der eine Sohn beschloss seinem Vater nicht zu vergeben, er begann allen anderen ständig die Schuld für seine eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler zu geben, wie es schon sein Vater tat, und wurde selber zu einem unglücklichen und unsicheren Mann mit Alkohol-Problemen. Der andere Sohn vergab seinem Vater, er fing an für andere da zu sein soweit es ihm möglich war und wurde selber zu einem glücklichen, selbstsicheren und liebevollen Vater von drei Kindern.

Meiner Erfahrung nach können wir aus dem Beispiel folgendes lernen:

Ob unser Leben ein schlechtes und trauriges Etwas und oder etwas Gutes und Schönes wird, hängt davon ab, wie wir uns entscheiden mit einzelnen Situationen umzugehen.

Wenn man ständig die Schuld nur von sich abweißt und nicht bereit ist seine eigenen Schwächen zu erkennen, so kann man keinen Fortschritt machen. Es hält einen zurück und hält Menschen von einem fern. Oder würden Sie gerne bei jemanden sein der immer, wenn etwas nicht wie gewünscht läuft, Ihnen die Schuld dafür gibt?

Wenn man ein glückliches Leben führen möchte, dann muss man bereit sein, auch an negativen Erfahrungen etwas Gutes abzugewinnen.

Ich sage, das Leben selbst, sowie unsere Erfahrung, ist uns hier auf der Welt ein Lehrer und eine Prüfungszeit.

Lassen Sie sich in schweren Zeiten nicht von Fragen wie „Womit habe ich das verdient?“ oder „Warum muss das mir passieren?“ auslaugen, Ihren Weitblick trüben, oder daran hindern weitere Erfahrungen zu machen, durch welche Sie wachsen und Fortschritt machen können. Denken Sie lieber daran, dass Prüfungen und Schwierigkeiten ein natürlicher Bestandteil des Lebens sind. Stellen Sie sich lieber Fragen, die Ihren Fortschritt ermöglich oder antreiben können, wie zum Beispiel die folgenden: Was soll ich tun, um etwas zu verändern? Was soll ich aus dieser Erfahrung lernen? Was muss ich anders machen? Wem soll ich helfen? Wie kann ich auch in schwierigen Zeiten meine vielen Segnungen nicht vergessen?

Allein, dass Sie diesen Text hier lesen können ist ein Beweis dafür, dass Sie reich gesegnet sind. Überlegen Sie mal wie viele Menschen, nicht lesen können, keinen Internetzugriff, keinen Stromanschluss oder gar ein Dach über Ihrem Kopf besitzen. Überlegen Sie mal wie viele Menschen kein fliesendes Wasser oder überhaupt ausreichend Nahrung haben… Wenn Sie dies überlegen werden Sie schnell feststellen, dass sie viele Segnungen in Ihrem Leben finden können, wenn Sie bereit sind nicht alles als selbstverständlich zu betrachten.

Ich denke, wenn man ehrlich darum bemüht ist Gutes zu tun und sich dankbar seiner Segnungen bewusst macht, dass man Frieden, Trost, Freude und Zuversicht verspüren kann, egal in welcher Situation man sich befinden mag.

Ausgeweihter Priester

Man will es vielleicht nicht glauben, aber ich bin ein ausgeweihter Priester.

Als Geistlicher der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage stehe ich zur Verfügung, wenn es um religiöse Fragen geht.

So gilt es für mich beim Kirchenbesuch am Sonntag nicht nur mich still reinzusetzen sondern auch einzelne Klassen zu geben, sowie hin und wieder das Abendmahl zu segnen bzw. auszuteilen oder eine Ansprache zu halten.

Hierbei habe ich eine Gebiets Berufung für Österreich im Bereich der Sozialen Medien sowie eine regionale Berufung in der Gemeinde Wiener Neustadt im südlichen Niederösterreich im Bereich der Jugendarbeit in welcher die Charakterbildung, der Religionsunterricht und die Freizeitbeschäftigung im Vordergrund stehen.

Mehr Informationen über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erhalten Sie auf www.mormon.org

„Gespräch“ am Parkplatz

Heute Morgen ging ich zu meinem Auto, weil ich zu einem geschäftlichen Termin musste. Da es den ganzen gestrigen Tag sowie in der Nacht geschneit hatte, war es komplett zu gefroren und mit Schnee bedeckt.

Ich hatte gerade erst aufgesperrt, noch nicht einmal eine Türe geöffnet, da hört ich es schon rufen: „Fahren Sie weg?“

Natürlich war meinte Antwort ein Ja, wie dumm von mir, aber immerhin wollte ich selber so schnell wie möglich weg zu meinem Termin. Ich schob den Schnee ab und kratzte das Eis von den Schreiben, auf welchen die Scheibenwischer durch das Eis wie angeklebt sich nur schwer von diesen trennen ließen. Da schrie mich die Frau aus dem anderen Auto an: „Fahren Sie jetzt endlich mal weg? Heute noch?!“ Als wäre es nicht selbstverständlich, dass man die Scheiben vom Eis befreien müsste bevor man losfährt. Ihr unfreundlicher Ton sowie die Lautstärke verärgerte mich sehr, vor allem da ich ohne Frühstück leicht reizbar bin. Ich gab ihr dennoch recht höflich die Antwort, dass wenn sie diesen Parkplatz haben möchte, dass sie dann wohl darauf warten müsse bis ich das Eis von den Scheibenwischern und den Scheiben entfernt habe.

Darauf folgten ihrerseits sehr unhöfliche Worte, danach die Bemerkung, dass ich ihr im Weg sei und das Kommentar, dass sie einen „Arzttermin“ habe und sie es deshalb eilig habe.

Das ich im Weg gewesen sein soll, finde ich im Nachhinein schon sehr amüsant, denn lustiger Weise stand sie mit Ihrem Wagen genau so hinter meinem, dass ich nicht einmal losfahren hätte können.

Ihre Wortwahl brachte mich dazu dann ebenfalls meine Stimme zu erheben und so sagte ich ihr: „Dann machen Sie es doch besser. Wenn ich nicht raus (durch die Scheiben hindurch) sehen kann, kann ich auch nicht losfahren.“ Darauf hin schrie Sie mir nochmals unhöfliche Wörter entgegen, während ich die Scheibenwischer wieder niederklappte, und fuhr dann weg um sich einen anderen Parkplatz zu suchen obwohl ich gerade in den Wagen einstieg um loszufahren.

Moral von der Geschichte: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. So war es auch hier, denn schon stand ein anderer Wagen da und freute sich über den freien Parkplatz.

Nun frage ich mich, ist es der Dame wirklich so unverständlich gewesen, dass auch wenn ich Ja sage, ich nicht sofort einsteige und mit einem Auto, welches noch komplett mit Schnee bedeckt ist, wegfahre? Versteht Sie nicht, dass ich mit den zugefrorenen und mit Schnee zu gedeckten Scheiben nicht rückwärts ausparken hätte können? Ist ihr wirklich nicht klar gewesen, dass ich ohne Sicht ihr oder anderen ansonsten reinfahren hätte können? Oder war es ihr einfach egal, da sie es ja eilig hatte?

Ich weiß für viele Menschen ist es unangenehm bei Schnee zu fahren, und Stress macht einen auch ungeduldiger, aber ist es zu viel verlangt dennoch etwas mitzudenken?

Ihr hätte von Anfang an klar sein müssen, dass sie etwas warten wird müssen um diesen Parkplatz zu bekommen, wenn das Auto vom Schnee noch bedeckt ist.

Gehirn einschalten; bevor ich frage, ob die Person wegfährt, überlege ich doch ob ich genug Zeit habe um darauf zu warten, dass die Person losfahren kann oder ob ich mir gleich einen anderen Parkplatz suchen möchte. Oder etwa nicht?

Immer wieder Sonntags

Etwas das mein Leben prägt ist der Kirchenbesuch am Sonntag. Für mich ist es die Möglichkeit meinen Energietank wieder aufzufüllen und auch anderen dabei zu helfen wieder Kräfte zu sammeln.

Mein Ziel beim Kirchenbesuch ist es mich darauf zu konzentrieren:
* meinen Glauben zu stärken
* Gott zu ehren
* persönlichen Fortschritt zu machen
* mehr über meinen Erlöser Jesus Christus zu lernen
* mein Bündnis der Taufe durch das Abendmahl zu erneuern
* anderen zu helfen ebenfalls sich auf diese Dinge konzentrieren zu können

Ich tue dies, da ich weiß, dass es mir die Kraft gibt, welche ich brauche um die jeweils folgende Woche geistig zu überleben. Wenn ich jedoch nicht nur überleben sondern das Leben geistig genießen möchte, dann ist der Kirchenbesuch allein nicht ausreichend für die Woche und ich brauche auch ein tägliches Schriftstudium und täglich mehrmals das Gespräch mit meinem himmlischen Vater durch das Gebet.